Gestaltung und Regeln: Ein GFS-Thema könnte die Analyse der Wirkung von Einstellungsgrößen beinhalten, indem die Lernenden die psychologische Wirkung von Totalen oder Großaufnahmen in bekannten Filmen untersuchen. Alternativ könnten sie praktisch die Five-Shot-Rule in die Praxis umsetzen, indem sie ein kurzes Erklärvideo zu einem einfachen Fachinhalt produzieren, das ausschließlich diese fünf grundlegenden Einstellungen verwendet und dabei ihre Planung dokumentieren.
Filmarten und Planung: Der Fokus auf Filmarten bietet sich für die Erstellung eines Stop-Motion-Films an, beispielsweise zur Illustration eines Experiments oder von Schulregeln, wobei die Planung (Skizzen, Figuren) einen wichtigen Teil der Dokumentation ausmacht. Theoretisch können Lernende die Funktion eines Storyboards beleuchten und anhand eines selbst gezeichneten Beispiels für eine kurze Szene dessen Bedeutung für die strukturierte Filmarbeit präsentieren.
Ton und Atmosphäre: Ein spannendes produktives Thema ist die Vertonung einer Stummfilm-Szene, bei der die Lernenden Musik und Geräusche gezielt auswählen und begründen, um eine bestimmte Atmosphäre (z.B. Bedrohung oder Freude) zu erzeugen. Analytisch könnten sie die Bedeutung von Filmmusik untersuchen und deren Funktion (Spannungsaufbau, emotionale Führung) an konkreten Beispielen im Film belegen.
Film- und Medienrecht: Die rechtlichen Aspekte können praktisch mit der Erstellung eines Werbespots unter strenger Einhaltung des Urheberrechts verbunden werden, wobei nur lizenzfreies Material (CC-Lizenzen) verwendet wird und die korrekte Quellennennung dokumentiert wird. Theoretisch kann die GFS das Recht am eigenen Bild und die Notwendigkeit von Einverständniserklärungen detailliert beleuchten und eine Muster-Drehgenehmigung für den Schulkontext erstellen.
Kritische Medienanalyse: Ein reflexives Thema ist die Untersuchung der Macht der Perspektive, bei der die Lernenden analysieren, wie Kamerawinkel (Frosch- vs. Vogelperspektive) unsere Meinung über Filmcharaktere oder Ereignisse manipulieren. Alternativ könnten sie praktisch durch gezielte Schnitt- und Perspektivwechsel die Manipulationsgefahr demonstrieren, indem sie ein und dasselbe Ereignis bewusst positiv und dann negativ darstellen.
Dramaturgie und Erzählstruktur: Hier können sich die Lernenden tiefer mit der Erzählung beschäftigen, indem sie eine literarische Kurzgeschichte auswählen und diese in ein filmisches Treatment oder Drehbuch adaptieren. Dabei müssen sie die notwendigen dramaturgischen Reduktionen und Abweichungen von der Vorlage begründen. Ein analytisches Thema könnte die Erfolgsfaktoren von Erklärvideos umfassen, bei dem didaktische Aufbereitung, Visualisierung und der filmische Spannungsbogen in verschiedenen Beispielen verglichen und bewertet werden.