Bevor du dein Medienprojekt starten kannst, brauchst du eine gute Idee. Vielleicht hast du schon etwas im Kopf oder noch gar keinen Plan. Beides ist okay! Wichtig ist, dass du dir Zeit nimmst, Themen zu sammeln, auszuwählen und einzugrenzen.
In dieser Startphase geht es vor allem um drei Dinge:
Ideen sammeln: So viele wie möglich, ohne sie gleich zu bewerten. Alles ist erlaubt und kann im nächsten Schritt konkretisiert werden. Hier beginnt das Brainstorming.
Thema eingrenzen: Hast du dich für eine Richtung entschieden? Im nächsten Schritt wird das Thema konkretisiert. Dabei wird festgelegt, welche Aspekte zum Thema gehören und welche nicht. Methoden wie z.B. eine Mindmap helfen dabei, alle relevanten Inhalte sichtbar zu machen und Zusammenhänge zu erkennen. Überlege dir, was passt wirklich zu deinem Projekt, deinem Team und deiner Zielgruppe?
Ziele klären: Was soll am Ende das Produkt sein? Wen willst du mit deinem Projekt erreichen? Welche Botschaft soll vermittelt werden?
Um Ideen zu entwickeln, zu sammeln und zu strukturieren, kannst du verschiedene Kreativmethoden nutzen. Drei davon stellen wir dir hier vor: Mindmap, Placemat-Methode und Design Thinking.
Mindmap
Placemat-Methode
Design Thinking (Klasse 10-13)
Mindmap
Die Mindmap ist eine Art „Gedankenkarte“. Sie hilft dir, deine Ideen zu einem Thema sichtbar zu machen und Zusammenhänge zu erkennen. In die Mitte der Mindmap schreibst du dein Thema oder eine Frage, von der du ausgehst. Von dort zeichnest du Äste in alle Richtungen und notierst darauf Begriffe, die dir einfallen.
Warum ist eine Mindmap hilfreich?
Du siehst sofort, wie deine Ideen zusammenhängen.
Du findest leichter Schwerpunkte für dein Projekt.
Du kannst sie allein oder im Team nutzen.
Ein Beispiel: Du möchtest ein Medienprojekt zum Thema Nachhaltigkeit machen. In die Mitte schreibst du „Nachhaltigkeit“, von dort aus könnten Äste wie „Umwelt“, „Essen“, „Konsum“ oder „Schule“ abzweigen.
Placemat-Methode
Die Placemat-Methode eignet sich besonders für die Arbeit in Gruppen, kann aber auch allein genutzt werden. Stell dir ein großes Rechteck vor, das in fünf Felder unterteilt ist: ein zentrales Feld in der Mitte und vier Felder außen. Jede Person (oder du selbst) notiert zunächst ihre Ideen in einem äußeren Feld – ohne Bewertung oder Kommentare. Anschließend werden die wichtigsten oder spannendsten Vorschläge gemeinsam in das mittlere Feld übertragen. So entsteht eine übersichtliche Sammlung, die alle Ideen berücksichtigt und als gemeinsame Grundlage für die weitere Projektarbeit dient.
Warum ist die Placemat-Methode hilfreich?
Alle Ideen kommen auf den Tisch: Zuerst werden alle Vorschläge gesammelt, bevor sie gemeinsam bewertet werden.
Fair und transparent: Jede/-r bringt eigene Ideen ein – niemand wird übergangen.
Fokus finden: Die Methode hilft, Schwerpunkte klar herauszuarbeiten und eine gemeinsame Richtung festzulegen.
Ein Beispiel: Eine Gruppe plant ein Medienprojekt zum Thema „Schule der Zukunft“. In den äußeren Feldern stehen Ideen wie „digitale Lernräume“, „mehr Projektwochen“, „nachhaltige Schulgebäude“ und „flexible Lernzeiten“. Nach der Diskussion einigt sich die Gruppe im mittleren Feld auf „digitale Lernräume“ als Projektschwerpunkt.
Design Thinking (Klasse 10-13)
Ihr seid schon erfahrener und wollt eine neue Methode ausprobieren? Dann ist Design Thinking vielleicht etwas für euch.
Design Thinking ist eine Methode, die dir hilft, Probleme aus der Sicht der Nutzenden zu verstehen und kreative Lösungen zu entwickeln. Sie besteht aus sechs Phasen, die du Schritt für Schritt durchläufst: