Medienprojekte – Think, Plan & Create
Abschnittsübersicht
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Medienprojekte können ganz unterschiedlich aussehen. Je nachdem, wie du dein Thema erzählen möchtest, welche Ziele du verfolgst und welche Stärken du (oder dein Team) mitbringst, eignet sich eine andere Art von Projekt. Manche Ideen funktionieren am besten zum Hören 🎧, andere brauchen Bilder, Bewegung oder Interaktion 🚀. Und manche Formate leben davon, dass Menschen miteinander ins Gespräch kommen 💬.
In diesem Bereich findest du vier typische Arten von Medienprojekten. Jede Projektart hat eigene Besonderheiten, Chancen und Arbeitsweisen. Klick dich durch die Kacheln und entdecke, welche Form am besten zu deinem Projekt passt.
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Audio-Projekte
🎧 Audio (Podcast, Hörspiel)
Podcasts und Hörspiele lassen Geschichten lebendig werden – allein durch Ton. Sie sind ideal für Interviews, Reportagen oder kreative Hörspiele. Mit Sprache, Musik und Geräuschen kannst du eine spannende Atmosphäre schaffen. Tools wie Audacity oder GarageBand helfen dir dabei, professionelle Aufnahmen und Schnitte umzusetzen.
So gehst du vor:
- Schreibe einen Ablaufplan in Szenen, damit du den roten Faden behältst und weißt, was wann passiert.
- Erstelle ein Skript mit Sprechertexten und Hinweisen zu Geräuschen, damit alle Beteiligten wissen, wie die Aufnahme abläuft.
- Plane die Drehbuch-Elemente:
- ein Intro oder Jingle, das sofort Aufmerksamkeit weckt
- eine Begrüßung, um die Hörerinnen und Hörer abzuholen
- den Hauptteil, zum Beispiel ein Interview, einen Bericht oder eine Geschichte
- ein Outro mit Credits, damit klar ist, wer mitgewirkt hat
- Tool-Tipp: Nutze Etherpad, CryptPad oder eine einfache Textvorlage, um das Skript gemeinsam zu bearbeiten.
Technik:
Damit dein Podcast gut klingt, brauchst du nicht viel, aber das Richtige:
- Hardware: Nutze ein Mikrofon (Smartphone oder extern) und Kopfhörer, um die Tonqualität zu kontrollieren.
- Software:
- Für die Aufnahme eignen sich Smartphone-Apps, Audacity oder GarageBand.
- Für den Schnitt kannst du Audacity nutzen.
- Export: Speichere deine Datei als MP3 oder WAV für die Veröffentlichung.
Video-Projekte🎥 Video (Kurzfilm, Erklärvideo, Reportage)
Videos verbinden Bild und Ton und machen Inhalte anschaulich, perfekt für Erklärvideos, Kurzfilme oder Reportagen. Du lernst, wie du Szenen planst, Kameraeinstellungen wählst und dein Material schneidest. Mit Tools wie DaVinci Resolve oder iMovie kannst du deine Ideen einfach und kreativ umsetzen.
So gehst du vor:
- Erstelle ein Storyboard mit Bildern, zum Beispiel Skizzen oder Fotos, um die Szenen zu visualisieren.
- Schreibe ein Drehbuch mit Dialogen, Kameraeinstellungen und Geräuschhinweisen, damit alle Beteiligten wissen, wie die Aufnahme abläuft.
- Plane die Inhalte pro Szene:
- Ort und Zeit, damit klar ist, wo und wann die Handlung spielt
- Handlung, also was in der Szene passiert
- Kameraeinstellung, um die Perspektive festzulegen
- Ton, wie Dialoge, Musik oder Geräusche
- Tool-Tipp: Nutze die PDF-Vorlage im Kurs, um deine Ideen strukturiert festzuhalten.
Technik:
Damit dein Video professionell wirkt, achte auf die richtige Ausstattung:
- Hardware: Nutze ein Smartphone mit guter Kamera, ein Stativ für stabile Aufnahmen und eventuell ein externes Mikrofon für besseren Ton.
- Software:Für den Schnitt eignen sich Tools wie iMovie oder DaVinci Resolve.
- Export: Speichere dein Video als MP4, idealerweise in Full HD, damit die Qualität stimmt.
Immersiv & Interaktiv🌍 Immersiv & Interaktiv (360°, H5P, AR/VR)
Virtuelle Rundgänge und interaktive Umgebungen machen Lerninhalte erlebbar, das ist zum Beispiel ideal für Schulführungen, Ausstellungen oder thematische Lernreisen. Du lernst, wie du digitale Medien so einsetzt, dass Inhalte nicht nur sichtbar, sondern erlebbar werden. Tools wie H5P oder CoSpaces eröffnen dir neue Möglichkeiten für kreative Ideen.
So gehst du vor:
- Denke dein Storyboard in „Räumen“ oder „Szenen“, damit klar ist, wie sich die Nutzerinnen und Nutzer später bewegen.
- Plane die Drehbuch-Elemente:
- einen Einstiegspunkt, zum Beispiel den Schulhof oder den Haupteingang
- die Navigation und Hotspots, über die Inhalte erreichbar sind
- die Medieninhalte, wie Bilder, Videos, Texte oder Quizfragen, die du einbindest
- Tipp: Zeichne vorab auf, wie die Nutzerinnen und Nutzer sich durch die Inhalte bewegen sollen, zum Beispiel mit einem einfachen Flowchart.
Technik:
Damit deine virtuelle Umgebung funktioniert, brauchst du die passende Ausstattung:
- Hardware: Nutze ein Smartphone mit VR-Brille für die Ansicht und eine 360°-Kamera für die Aufnahmen.
- Software:
- Für die 360°-Bearbeitung eignen sich Tools wie CoSpaces.
- Für interaktive Inhalte kannst du H5P nutzen, zum Beispiel für virtuelle Touren oder interaktive Videos.
- Export: Veröffentliche dein Projekt als Weblink oder binde es in Moodle ein, damit alle darauf zugreifen können.
Beispiele für Formate und Tools:
- Virtueller Rundgang: Ideal für Schulführungen oder Ausstellungen, nutze hierfür CoSpaces.
- Interaktive Lernreise: Für komplexe Themen mit Quiz und Medieninhalten kannst du auf H5P setzen.
- AR/VR-Projekte: Für kreative Umgebungen oder Simulationen – probiere CoSpaces oder Merge Cube.
Formate für Austausch💬 Formate für Austausch (Workshop, Digitalcafé, Schulaktion)
Austausch-Formate bringen Menschen ins Gespräch, ob Workshop, Digitalcafé oder Schulaktion. Sie schaffen Raum für Diskussionen und gemeinsames Lernen. Du erfährst, wie du eine klare Struktur für Interaktion entwickelst und digitale Tools wie Mentimeter oder Kahoot einsetzt, um Gespräche lebendig und abwechslungsreich zu gestalten.
So gehst du vor:
- Erstelle einen Ablaufplan oder Zeitstrahl, damit die Teilnehmenden wissen, wie der Workshop abläuft.
- Plane die verschiedenen Elemente:
- eine Begrüßung und einen Einstieg, um die Teilnehmerinnen und Teilnehmer abzuholen
- aktivierende Methoden, die alle ins Gespräch bringen
- die Mediennutzung, zum Beispiel ein Quiz, Videos oder Stationen für Gruppenarbeit
- ein Feedback und einen Abschluss, um Ergebnisse zu sichern und Rückmeldungen einzuholen
Technik:
Damit dein Austausch-Format funktioniert, brauchst du die passende Ausstattung:
- Hardware: Nutze einen Laptop, einen Beamer und gegebenenfalls ein Mikrofon für größere Gruppen.
- Software:
- Für die Präsentation eignet sich PowerPoint oder Keynote.
- Für die Interaktion kannst du Mentimeter oder Kahoot nutzen.
- Organisation: Nutze den Ablaufplan und die Checkliste, um nichts zu vergessen.
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